meet the schwarzenbergers!

Welcome to the Jungle!

Written by klaus at 8:51 pm

Es grünt so grün, im wahrsten Sinn des Wortes – Petra hat ja im Mai beschlossen, daß wir hinter unserer Gartenhütte Tomaten ziehen könnten, aber mit diesem Resultat hätte echt niemand gerechnet. Das Wachstum hat geradezu exponentielle Ausmaße angenommen, und jetzt haben wir hinter unserer Hütte einen veritables Tomatendickicht, siehe Foto!

Pool-Saison eröffnet

Written by klaus at 10:27 pm

Nachdem die aktuelle Hitzewelle ja ohne Fluchtmöglichkeit ins Wasser nur schwer auszuhalten ist und wir ja schon im Herbst von Margot & Michl einen QuickUp-Pool bekommen haben, ließ ich mich dann doch von meiner Frau davon überzeugen, das Ding auch aufzustellen. Viele Minuten heftiger Pumpleistung per Fahhradluftpumpe, mehrere Kubikmeter Wasser und heftigem Chemo-Keulen-Einsatz später sieht das dann so aus:

Kroatien, 18.-26.06.

Written by klaus at 10:01 pm

Nachdem die Kreuzfahrt unser Urlaubsbudget für heuer schon etwas strapaziert hatte, konnten wir uns dank Michi & Roberto (…Roitiĉ…)  noch eine Woche Low-Budget-Aufenthalt in Medulin leisten, die von meteorologischer Weltuntergangsstimmung bis strahlendem Badewetter alles zu bieten hatte, darunter auch kroatische FAKIR-Schnecken, todesmutige, glatzköpfige Klippenspringer und natürlich kleine & große Fußballstars .
Fazit: lange nicht mehr so viel NIX getan und dafür gelesen, gelesen, gelesen…


Strawberry Fields Forever

Written by klaus at 8:10 pm

Unsere Erdbeerfelder im Miniaturformat tragen heuer ja reichlich Früchte, auch wenn diese unter dem Schlechtwetter der vergangenen Wochen etwas gelitten haben und teilweise schon im grünen Zustand zu verfaulen drohen. :( Gestern war es aber endlich so weit, und wir konnten die ersten Beeren als bescheidenen Lohn unserer Mühen ernten – lecker!

Freitag, 16.04.2010, ca. 02.35h: ein dezent überladener Tschechenkübel macht sich auf die ca. 860 km lange Reise nach Savona, um seine Passagiere zur Costa Magica zu bringen, die für die kommenden elf Tage ihr schwimmendes Hotel werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt wich bereits bei eben diesen Passagieren die aufgekratzte Aufbruchsstimmung und machte einer der Uhrzeit angemessenen Schläfrigkeit Platz, die schon bald zu Schnarchlauten von der rückwärtigen Sitzbank her führte.
Nach einem netten Frühstücks-Zwischenstopp am Gardasee erreichten wir schließlich schon gegen Mittag Savona, wo wir mit einer gehörigen Portion Glück im Gewirr der Gassen sehr schnell die Garage fanden, in der wir einen Platz bestellt hatten. Nach einer sehr zähen Boarding-Prozedur fanden wir uns schließlich am frühen Nachmittag im Buffet-Restaurant Bellagio auf Deck 9 der Costa Magica wieder, wo Margot & Michl erstmals die Freuden der Kreuzfahrt-Verpflegung kennenlernen durften und wir unsere Mägen freudig auf die permanente Überkalorisierung der kommenden Tage einstimmten.

Am nächsten Tag brachte der erste Stop in Barcelona gleich auch gehörige Aufregung: Margot & Michl hatten sich möglichst „unauffällig“ ausstaffiert mit fetten Nierentaschen, die sie vorne am Bauch trugen, damit auch jeder gleich sehen kann, wo sie ihre Wertsachen verwahren. Wahrscheinlich kam es deshalb in der U-Bahn zu einem auf beunruhigende Weise seltsamen Vorfall: unmittelbar bevor wir aussteigen wollten, zerrte plötzlich ein sehr zwielichtig aussehender Mann eine dazu passende Frau direkt vor uns und blockierte mit ihr gemeinsam die Tür, bei der wir raus wollten. Wir nahmen halt dann einfach einen anderen Ausstieg, aber es drängte sich der Verdacht auf, daß sie das Gedränge nutzen wollten, um an die Taschen zu gelangen. Nach dieser Aktion sah Michl dann natürlich überall nur noch Halsabschneider und fürchtete um Besitz und Leben, was ihn und Margot konsequenterweise dazu veranlaßte, die Nierentasche UNTER dem Shirt zu tragen, bis wir sie davon überzeugen konnten, daß das die Sicherheitslage nicht signifikant verbessern konnte, und sie die Wertsachen in den Rucksack verlagerten. Neben dieser Aufregung blieb vor allem der Markt an den Ramblas in Erinnerung, nicht zuletzt aufgrund gehäuteter Schafsköpfe, die mit lidlosen Augen aus den Vitrinen der Fleischer herausstarrten, und auch wegen der geäderten Stierhoden, die da in Schüsseln dem Verkauf harrten…

An Bord mußte Michl auch einiges an Erziehungsarbeit bei den Kellnern leisten, da diese anfangs nicht begreifen wollten, daß es für sie nur sinnlose Laufarbeit bedeutete, ihm Bier in 0,25er-Gläsern zu servieren. Nachdem diese Erkenntnis doch relativ schnell durchgesickert war, wurde auch akzeptiert, daß er immer gleich 2 Bier auf einmal bestellte, beziehungsweise tauchten später dann auch plötzlich auf wundersame Weise 0,4er-Gläser auf, und alle waren zufrieden.

Beim ersten Tag auf See gab’s dann sogar WAL-Sichtungen – oder zumindest das, was die Leute dafür hielten. Angeblich konnte man auf Steuerbord einen „Blas“ sehen, aber wir waren leider etwas zu spät dran und sahen: nix. Später am Tag aber entdeckte Petra eine kleine Gruppe Rückenflossen, die wahrscheinlich zu irgendwelchen Kleinwalen gehörten, genau können wir das nicht sagen, und die dabei entstandenen Fotos sind eher bescheiden.

Casablanca bzw. unser Ausflug nach Marrakesch waren dafür recht interessant, wenn auch der Großteil der Zeit für die Busfahrt draufging – dafür konnten wir dabei einen Blick ins Hinterland und auf die Lebensumstände der „einfachen Landbevölkerung“ werfen, und die sind teilweise echt SEHR bescheiden. In Marrakesch selbst war schon sehr deutlich spürbar, daß wir uns außerhalb der europäischen Welt und Tradition bewegten, und obwohl selbst beim Spaziergang durch die engen, teilweise dunklen Souks zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Bedrohung spürbar war (abgesehen vielleicht von den Mopeds, die selbst in kaum mannsbreiten Gäßchen noch gefahren werden), kann ich nicht behaupten, daß wir uns dort behaglich gefühlt hätten. Das Mittagessen bekamen wir dann in einem einstigen „Palast“ serviert, der heute als Restaurant für Touristen-Gruppen dient, und dabei gab’s zu (wahrscheinlich für den europäischen Gaumen gemilderten) marokkanischen Spezialitäten auch Live-Musik und Bauchtanz.

Auf Lanzarote gab’s dann wieder Aufregung: nachdem uns auch auf explizite Anfrage an Holiday-Auto geantwortet worden war, daß wir unser Mietauto am Flughafen abholen müßten, weil auf Lanzarote kein Port-Delivery möglich wäre, ließen wir uns also per Taxi um 17€ zum Flughafen chauffieren, wo uns dann gesagt wurde, daß unser Auto am Hafen auf uns warten würde. SEHR toll, also wieder Taxi (diesmal nur 15€) und zurück an den Hafen, wo kaum 500m vom Schiff entfernt das Auto auf uns gewartet hatte… Der Rest des Tages verlief dafür sehr harmonisch, Petra als Lanzarote-„Veteranin“ chauffierte uns souverän zu den Sehenswürdigkeiten des Nordens, und wir genossen eine Fischplatte in einem typischen Restaurant mit leicht nervösem Kellner und einer bettelnden Katze.

Teneriffa war auch ganz okay, das Mietwagenbüro zwar nicht ganz leicht zu finden, aber dafür dann alles problemlos. Leider war das Wetter nur an der Küste sommerlich, weshalb Shorts & schulterfreies T-Shirt sich nicht gerade als Wohlfühl-Outfit erwiesen. Rustikales Mittagessen in noch rustikalerer Atmosphäre in La Orotava war aber trotzdem nett.

Funchal auf Madeira erkundeten wir zu Fuß, per Seilbahn und im Korbschlitten, und das war zwar teuer, aber echt nett – die Altstadt mit der schwarzweiß-mosaikartigen Pflasterung war durchaus sehenswert, und an der einen oder anderen Stelle waren noch Nachwirkungen der katastrophalen Unwetter vom Frühjahr zu erkennen.

Der Abschieds-Galaabend bot laut Tagesprogramm um 24h noch ein Buffet mit „Küchenführung“, und extra dafür stand ich dann nochmal auf, aber ohne Petra, die ja kaum mehr zu irgendwas zu begeistern ist, wenn sie erstmal schläft. Die Küchenführung war nicht mehr als ein „bitte da durch, und zwar pronto!“, aber ein paar Fotos sind sich schon ausgegangen. Dafür wartete am anderen Ende der Küche dann das reichhaltige Mehlspeisenbuffet, das bei unserer Karibik-Kreuzfahrt als „Buffet Magnifico“ angekündigt worden war. Nachdem ich nichts mehr essen wollte, habe ich nur ein paar Fotos gemacht und wollte mich danach verkrümeln, was mich aber in eine etwas bizarre Situation brachte: die Ein-/Ausgangstüren des Restaurants waren geschlossen, weil ja der Zugang über das andere Restaurant und die Küche angekündigt war, deshalb probierte ich einfach, ob ich da rauskomme. Als ich aber die Tür einen Spalt offen hatte, hob davor ein vielstimmiges Raunen an, und als ich durch war, stand ich vor einer Wand aus viiiiiielen Leuten, die mich alle erwartungsvoll anstarrten. Ich kannte mich überhaupt nicht aus, und als dann auf italienisch plötzlich Fragen auf mich einzuprasseln begannen, verstand ich, daß die da rein wollten, aber nicht gecheckt hatten, daß sie über das andere Restaurant gehen sollten. Also versuchte ich das in erst in radebrecherischem Italienisch zu erklären, bzw. dann halt wegen Sinnlosigkeit und vielfachem Kopfgeschüttele auf Englisch… Fazit: die Leute drängten sich dann einfach rein, und ich verdrückte mich möglichst rasch. War echt eine schräge Situation…

Als wir schließlich am 27.04. wieder in Savona angekommen waren und gegen Mittag die eher mühsame Ausschiffunsprozedur hinter uns gebracht und auch alle Gepäckstücke glücklich wiedereingesammelt hatten, stand uns noch die Herausforderung bevor, in der Garage anzurufen und unsere Abholung zu organisieren, da die Betreiber ja ausschließlich italienisch sprachen. Das Gespräch verlief insofern erfolgreich, als der Chef dann nach etwa einer halben Stunde tatsächlich am Hafen auftauchte, um uns abzuholen. Er überschüttete uns jedoch geradezu mit einer Tirade, aus der eigentlich nur die Worte „problemo“ und „macchina“ herausstachen, die allerdings auf unserer Seite noch nicht zu Besorgnis führten – das änderte sich jedoch, als er mich dazu aufforderte, ich solle doch mit dem vor einer Wand geparkten Auto zurücksetzen. Da nämlich kapierten wir endlich, was er uns sagen wollte: die rechte Hinterbremse hatte sich festgefressen, weil die offenbar die Handbremse gezogen hatten, nachdem sie das Auto vor der Wand geparkt hatten. Der Weg nach vorne war also durch eine Wand versperrt, und wer schon mal mit einer festgefressenen Trommelbremse zu tun hatte, der weiß, daß zurücksetzen keine Option ist. Also kam der Garagenbetreiber dankenswerterweise mit einem ordentlichen Wagenheber, und wir versuchten unser Glück mit Schlägen auf die Radnabe, Abnehmen des Reifens und Schlägen auf die Trommel, sowie nach einem kleinen Ausflug des Chefs, um passendes Werkzeug zu organisieren, mit ÖFFNEN der Trommel und Herumgemurkse darin. Nachdem dann schon etwa eine Stunde verstrichen war und der nette Garagenbetreiber trotzdem immer wieder beteuerte, er sei ja kein Mechaniker und irgendwas am „pistoncino“ käme ihm verdächtig vor, beschlossen wir dann also, auf seinen Mechanikerfreund zu warten, der in der Mittagspause dann vorbeikommen sollte.

Fazit: noch eine weitere Stunde und 30 Euro später verfügten wir wieder über ein mehr oder weniger funktionstüchtiges Auto, mehrere wohlmeinende Erklärungen und Ratschläge, von denen aber angesichts der Tatsache, daß sie auf Italienisch erfolgt waren, nicht allzu viel angekommen war, und die Ermahnung, die „freno al mano“ sei bis zum nächsten Service tabu, und dieses solle möglichst zeitnah erfolgen.

Frei nach dem Motto „Ende gut, alles gut“ erreichten wir dann nach weiteren 9 Stunden gegen 22 Uhr die Werndlstraße, wo der fußlahme Tscheche um einen Großteil seiner doch erheblichen Last erleichtert wurde und wir anschließend so halb in Trance die letzte Etappe in die Hocheggerstraße zurücklegten, wo wir dann sehr rasch von der Trance in erschöpften Tiefschlaf übergingen – und aus!